Vernissage „Stonewall Riots“

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Vernissage „Stonewall Riots“

Freitag 2.Juni 19:00 Uhr im RAF

19:00 Uhr Eröffnung der Ausstellung „Stonewall Riots“

Stonewall Riots“ ist eine Austellung über die Riots der letzten Junitage 1969 vor der „Stonewall Inn“ Gaybar in New York City.

Bis heute gelten die Stonewall Riots als wichtige Referenz für den andauernden solidarischen Kampf gegen Homo- & Transfeindlichkeit sowie andere Diskriminierungsstrukturen.

Kurariert von Gerhard Hintermann
20:30 Filmvorführung: Pay It No Mind: The Life and Times of Marsha P. Johnson

Regie: Michael Kasino | Dokumentarfilm | USA 2012 | engl. OV mit engl. UT | 54 min |

1969 – in der Christopher Street, dem LGBTIQ-Szene-Viertel in Greenwich Village sind

I got my civil rights!“ schrie Marsha P. Johnson, eine Schwarze Transaktivist*in, und warf ein Shotglas in einen Spiegel vor der Stonewall Inn Bar am 28. Juni 1969 in New York City. Dies war der Auslöser der Stonewall Riots. Die zentrale Rolle der revolutionären Widerstandskämpferin Marsha P. Johnsons und weiterer Trans*-Personen of Colour ist heute nahezu vollständig vergessen. Ihre Bedeutung wird von Diskursen und Geschichten überlagert, die vornehmlich die Erlebnisse weißer schwuler Männer in den Vordergrund stellen. Der Film „Pay It No Mind: The Life and Times of Marsha P. Johnson“ erzählt über die Widerstandskämpfe von queeren Schwarzen Aktivist*innen wie Marsha P. Jhonsn und macht ihre Geschichte sichtbar.

22:00 Uhr Performance von DENDAVARI


ENGLISH


Vernissage „Stonewall Riots“

Friday 2nd of June 7pm @ RAF

7pm Opening of the Exhibition „Stonewall Riots“

“Stonewall Riots” is an exhibition about the Riots of the last days in June 1969 in front of the “Stonewall Inn” Gaybar in New York City. Since then the Stonewall Riots are regarded as an important reference for the continuing solidarity struggle against homo- & transphobia, and other discriminatory structures. Curated by Gerhard Hintermann

8.30pm Fimscreening: Pay It No Mind: The Life and Times of Marsha P. Johnson

Director: Michael Kasino | Docuentary | USA 2012 | engl. OV with engl. ST | 54 mins |

“I got my civil rights!” shouted Marsha P. Johnson, a Black trans*activist, and threw a shotgun into a mirror in front of the Stonewall Inn Bar on June 28, 1969 in New York City. This was the trigger of the Stonewall Riots. The central role of the revolutionary resistance fighter Marsha P. Johnsons and other Trans* Persons of Color is now almost completely forgotten. Their meaning is superimposed on discourses and stories, which primarily focus on the experiences of white gay men. The film “Pay It No Mind: The Life and Times of Marsha P. Johnson” tells about the resistance battles of queer Black activists like Marsha P. Johonson and makes Her*Stories visible.

10pm Performance of DENDAVARI

Demo gegen die Entrechtung von Migrant*Innen

Wir freuen uns, wenn viele am 03.06. um 14:00 an die Demo gegen die Entrechtung von Migrant*Innen gehen. 

Unsere Workshops fangen daher erst um 17:00 an. Besammlungsort wird bekannt gegeben.


Geflüchtete Menschen werden im Schweizer Asylwesen systematisch entrechtet! Dagegen wehren wir uns! Wir fordern das Recht auf soziale Unterstützung, das Recht auf Bewegungsfreiheit, und das Recht auf einen legalen Aufenthalt für alle!

Die neuste Entrechtung im Kanton Zürich gilt den vorläufig aufgenommenen Geflüchteten mit dem sogenannten F-Ausweis. Ihnen wird von der Kantonsregierung das Recht auf Sozialhilfe abgesprochen. So sollen die Betroffenen neu keine Sozialhilfe mehr erhalten, sondern nur die reduzierte Asylfürsorge. Vorläufig aufgenommene Menschen bleiben dauerhaft in der Schweiz und sind fester Bestandteil dieser Gesellschaft. Wir fordern einen gleichberechtigten Zugang zu gesellschaftlichen Ressourcen!

Am stärksten betroffen von der Schweizer Entrechtungspolitik sind die abgewiesenen Asylsuchenden. Im Kanton Zürich wurde deren Lage jüngst durch eine Reihe von neuen Angriffen seitens des Zürcher Sicherheitsdirektors Mario Fehr weiter verschlimmert. Seit Frühling 2016 werden sogenannte „Eingrenzungen“ verfügt. Diese Eingrenzungen schränken die Bewegungsfreiheit der Betroffenen auf das Gemeinde- oder Bezirksgebiet ein. Seit Februar 2017 müssen die Bewohner*innen der Notunterkünfte (NUK) des Kantons auch noch täglich zwei Mal ihre Anwesenheit mit einer Unterschrift bestätigen und auch in der Nacht konstant anwesend sein, damit sie die miserable finanzielle Unterstützung von 8 Franken pro Tag überhaupt erhalten

Die Eingrenzungen und die Präsenzkontrollen verunmöglichen jegliche Teilnahme an einem sozialen Leben und machen aus den Gemeinden und Bezirken erweiterte Gefängnisse. Sie schränken auch massiv weitere Grundrechte ein. Die Versammlungsfreiheit und die Meinungsäusserungsfreiheit kann nur noch innerhalb der Gemeinde llegal ausgeübt werden. Wir schicken an dieser Stelle unsere solidarischen Grüsse an unseren Freund, der wegen des Protests gegen Mario Fehr am Sechseläuten in Durchsetzungshaft gesetzt wurde.

Ein weiterer Punkt ist, dass die Anträge auf Asyl in der Schweiz zu fast einem Drittel von Frauen* gestellt werden. Geflüchtete Frauen* sind neben der Diskriminierung durch die repressive Migrationspolitik in der Schweiz geschlechtsspezifischen Diskriminierungen ausgesetzt. Über 70% der Frauen*, die in der Schweiz Asyl beantragen, geben an, Erfahrungen von Gewalt gemacht zu haben. Innerhalb des Verfahrens werden Fluchtgründe, die spezifisch auf Frauen* zutreffen, jedoch wenig bis nicht berücksichtigt.

Wir fordern erstens einen angemessenen Umgang mit Gewalterfahrungen und Traumatisierungen im Verfahren sowie die Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Fluchtgründe beim Asylentscheid. Wir fordern zudem verbindliche geschlechtersensible Regelungen betreffend die Betreuung und Unterbringung von Asylsuchenden.

Und zum Schluss: Das Beispiel des Kanton Genfs hat vorgezeigt: Die Regularisierung von Sans-Papiers ist möglich. Für uns ist es sogar unabdingbar! Ohne Aufenthaltsbewilligung ist nur ein Leben am Rande der Gesellschaft möglich. Wir fordern gleiche Rechte für alle und dies geht nur mit einem legalen Aufenthalt! Papiere für alle!

Das Bündnis «Wo Unrecht zu Recht wird» ruft zu einer breiten, farbenfrohen, kreativen und kämpferischen Demo am 3. Juni auf! Solidarisch wollen wir ein lautstarkes Zeichen setzen gegen den andauernden Prozess der Entrechtung von Geflüchteten setzen.

Bisherige unterstützende Organisationen:
ASZ (Autonome Schule Zürich), FPA (Freiplatzaktion Zürich), BFS Zürich (Bewegung für den Sozialismus Zürich), Aktivistin, AL (Alternative Liste), Juso Zürich, KriPo (Kritische Politik), SPAZ (Sans Papiers Anlaufstelle Zürich), Solinetz Zürich, Watch The Med Alarmphone, Tibetische Sans-Papiers-Gemeinschaft Schweiz, augenauf Zürich, Oromo Community in Switzerland, WeGe27, Union of Oromo Students, MaximTheater, Solidarité Sans Frontières, Jesuitenbund Schweiz, EYMCS (Eritrean Youth Movement for Change in Switzerland)

https://wo-unrecht-zu-recht-wird.ch/de/Home

Save the date: Pre-Flyer

 

Der “Vor-Flyer” für das queere Ding am 10. Juni und die Woche davor. Mehr Details und Updates zum Programm gibts auf diesem Blog.

Here it is, the “pre-flyer” for this queer thing on the 10th of June and the week before. Check this blog for updates and details.